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BDKJ DiözesanvorstandInterreligiöse Aktion in der Innenstadt
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Stellungnahme zu den Landtagswahlen

Die Ergebnisse der Kommunalwahlen in Hessen und der drei Landtagswahlen des vergangenen Sonntags waren erschreckend, zugleich aber auch erwartbar. In einem Klima gesellschaftlicher Unsicherheit erreichen Parteien mit rechten Ideologien einen großen Teil der abgegebenen Stimmen, indem sie gezielt Ängste vor den “Anderen”, seien es Geflüchtete, Menschen muslimischer Religion oder andere Minderheiten, schüren. Parallel dazu häufen sich die Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte und tätliche Angriffe auf geflüchtete Menschen in der gesamten Republik. Eine starke Antwort der Zivilgesellschaft darf hier nicht ausbleiben.

Besonders erschreckend ist der Erfolg, den rechte Parteien bei Erstwähler_innen erzielen konnten. Deswegen werden wir als Jugendverband die Aufklärungsarbeit im Vorfeld der kommenden Kommunalwahlen in Niedersachsen intensivieren, damit sich Jugendliche und junge Erwachsene ein differenziertes Bild machen können. Politische Bildungsarbeit ist und bleibt für uns weiterhin das beste Gegenmittel gegen populistische Parolen und Vorurteile.

Wie kann diese Arbeit in der Praxis aussehen?

Zum Auftakt der Internationalen Wochen gegen Rassismus waren wir gemeinsam mit “IGMG Jugend Hannover” und “Nur Jugend e.V. Hannover” in der Fußgängerzone von Hannover unterwegs, um unsere gemeinsamen Projekte vorzustellen. Die Reaktionen von Passant_innen sprachen Bände: Die Zusammenarbeit von christlichen und muslimischen Jugendverbänden und Organisationen löst offensichtlich Verwirrung aus, weil sie noch nicht alltäglich ist.

Wir werden weiterhin gemeinsam mit unseren muslimischen Freund_innen an einer solidarischen Gesellschaft arbeiten und Rassismus und Islamophobie entschlossen entgegentreten - bis es selbstverständlich ist.

Wir werden uns ebenso gemeinsam weiterhin für eine Willkommenskultur in Niedersachsen einsetzen, und die Beschlüsse der Vollversammlung des Landesjungendringes Niedersachses “gleiche Lebensbedingungen und Chancen für alle Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen! Gegen Diskriminierung und Benachteiligung von Geflüchteten!” und “Jugendarbeit als wichtigen Baustein zur Integration junger Geflüchteter stärken” umsetzen und mit Leben füllen.

Die Mitglieder des Diözesanvorstandes des Bundes der katholischen Jugend im Bistum Hildesheim

Die Beschlüsse der Vollversammlung des ljr Niedersachsen im Volltext:

http://www.ljr.de/fileadmin/download/Beschluesse_VV2016.pdf


Beschlüsse und Statements

Die aktuellen Beschlüsse und Statements des Diözesanverbandes:


Ausbildung von Kursteamer*innen

Es wird eine einwöchige Schulung zur Ausbildung von Kursteamer*innen vom BDKJ Diözesanverband angeboten. Als Grundlage dienen die Konzepte von „Leiten lernen“ und „Train the Trainer“.

Die stattfindenden Inhalte werden vom BDKJ in Absprache mit den Bildungsreferent*innen der Mitglieds- und Dekanatsverbände festgelegt.

Diese Schulung findet erstmals im Jahr 2016 statt.


Gegen die Ausgrenzung auf Grund von sexueller Identität

Der Diözesanverband beschäftigt sich im kommenden Jahr mit den Themen „Geschlechtergerechtigkeit und sexuelle Vielfalt“. Dabei treten wir zunächst mit folgenden Forderungen an Politik, Gesellschaft und Kirche:

  • Eingetragene gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind mit den gleichen Rechten und Pflichten auszustatten wie Zivilehen.
  • Eine Form der Segnung für gleichgeschlechtliche Partnerschaften innerhalb der katholischen Kirche ist einzuführen.

Zusätzlich setzen wir uns für die Aufklärung und Unterstützung junger Menschen in den Themen der sexuellen Orientierung ein.


Flüchtlings- und Asylpolitik

Der Vorstand des BDKJ DV Hildesheim erarbeitet in Zusammenarbeit mit den Mitgliedsverbänden Vorschläge zu adäquaten und menschenwürdigen Lösungen für die Probleme im Zuge der aktuellen Flüchtlingskrise und vertritt diese gegenüber den Entscheidungsträger_innen in Bundes-, Landes-  und Kommunalpolitik. Hierzu zählt die Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements und die Prüfung der gesetzlichen Grundlagen auf Basis eines humanitären Menschenbildes.

Darüber hinaus bietet der BDKJ DV Hildesheim der Leitung des Bistums Hildesheim Unterstützung für die Organisation der Arbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen. Gleichzeitig setzen wir uns dafür ein, dass die Unterstützung von Geflüchteten im Bistum Hildesheim durch kirchliche Strukturen ausgebaut wird.

Ebenso beschließt der BDKJ DV Hildesheim, das Thema „Flüchtlings- und Asylpolitik“ mit Bildungsangeboten für Ehrenamtliche aufzugreifen und die inhaltlichen Ansätze zu diesem Thema in den Mitglieds- und Dekanatsverbänden zu fördern und zu vernetzen. Wir erachten es als unsere Pflicht Aufklärungsarbeit zu leisten, um Vorurteile und Klischees abzubauen, damit junge Menschen einen objektiven Zugang zu den Themen der Flüchtlings- und Asylpolitik erhalten können.

Es wird eine Plattform geschaffen über die Informationen und Materialien ausgetauscht werden können. Die Positionen des BDKJ DV Hildesheim werden auf der Bundesebene vertreten und eine Vernetzung zu dieser Thematik vorangetrieben.


Senkung Wahlalter 16 Jahre

Der BDKJ Diözesanverband Hildesheim und seine Mitgliedsverbände setzen sich für eine Herabsetzung des Mindestalters zur Wahlberechtigung für die Landtags- und Bundestagswahlen auf 16 Jahre ein.

Dazu sollen entsprechend politische (Weiter-)Bildungsmaßnahmen in unseren Verbänden und in Schulen angeboten und vorangetrieben werden.


Aussetzen des Diözesanausschusses

Der Diözesanausschuss wird bis zur Diözesanversammlung 2016 ausgesetzt.
Bis zu dieser Versammlung wird eine Satzungsänderung vorbereitet, welche eine endgültige Lösung für die geänderte Struktur der diözesanen Gremien beinhaltet.

Der Austausch mit den Vorständen der mittleren Ebenen und Mitgliedsverbänden erfolgt in diesem Zeitraum auf den Konferenzen der mittleren Ebenen und der Konferenz der Mitgliedsverbände.


Ressourcen für die katholischen Jugendverbände

Die folgende Stellungnahme wird vom BDKJ Vorstand aktiv verbreitet und ihr Inhalt wird bei Gesprächen mit diözesanen Entscheidungsträgern vorgebracht:

„Wir, als Delegierte der BDKJ Diözesanversammlung, beobachten in der letzten Zeit eine zunehmende Verknappung der verfügbaren Ressourcen für die Arbeit der katholischen Jugendverbände im Bistum Hildesheim. Am deutlichsten spüren wir diese Verknappung bei Fahrzeugen und Räumlichkeiten für Freizeiten und Schulungen auf unterschiedlichsten Ebenen. Pfarreien und Gemeinden verfügen nicht mehr über die Kapazitäten, die vor einigen Jahren vorhanden waren. Viele Fahrzeuge sind für längere Strecken ungeeignet, die aber in der Diaspora zu überbrücken sind. Wir haben Verständnis dafür, dass Pfarreien ihre Ressourcen erhalten möchten und daher eine Weitergabe der Fahrzeuge schwierig ist.
Wir denken, dass es für eine effektive Kinder- und Jugendarbeit notwendig ist, dass die Pfarrgemeinden vor Ort weiterhin mit Fahrzeugen, die langstreckentauglich sind, ausgestattet werden. Da dies die Pfarreien oft finanziell nicht leisten können, ist hier die Diözese gefragt.  
Weiterhin regen wir eine Öffnung des Fuhrparks und der Räumlichkeiten des bischöflichen Generalvikariats für ehrenamtliche Leitungen der Verbände an. Hier ist sicherzustellen, dass auch nach den Bürozeiten Zugangsmöglichkeiten zu Tagungsräumen bestehen. Darüber hinaus sollte die Ausrichtung und Ausstattung des Fuhrparks auch die Zwecke der Jugendarbeit berücksichtigen.
Außerdem bitten wir die Bistumsleitung, aktiv an die Pfarreien zu appellieren, der Jugendarbeit Räume und Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen, damit inhaltliche Arbeit lebendig bleibt.
Als Delegierte der BDKJ Diözesanversammlung sehen wir an dieser Stelle einen positiven Effekt für die Kooperation der Verbände mit der Amtskirche. Beide Seiten können stark von einer guten Zusammenarbeit profitieren und junge Menschen für die Arbeit in unserer Kirche begeistern.“


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