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Beschlüsse und Statements

Die aktuellen Beschlüsse und Statements des Diözesanverbandes:


Offener Brief an die Bistumsleitung

Sehr geehrter Herr Weihbischof,

Christlicher Glaube, Lebensweltbezug, Partizipation, Selbstorganisation, Demokratie, Freiwilligkeit sowie Ehrenamtlichkeit bilden die gemeinsame Grundlage unseres Engagements. Auf dieser Grundlage basiert unser Anteil an der Sendung der Kirche. Als Gemeinschaft von Gläubigen lassen wir durch unsere Kinder- und Jugendarbeit die Gegenwart Jesu Christi erfahrbar werden und bereichern damit die Gesamtheit der Kirche. Wir sind hierbei der Überzeugung, dass Kinder und Jugendliche durch unsere Verbände Kirche als einen Raum kennenlernen, in dem sie willkommen sind und in dem sich langfristiges Engagement auch lohnt.

Unsere Kinder- und Jugendarbeit wird, wie Sie wissen, auf lokaler und regionaler Ebene ehrenamtlich organisiert und durchgeführt. Das Engagement ist dabei vielfältig und individuell verschieden. Ein Großteil plant Gruppenaktivitäten, pädagogisches Programm oder Freizeiten. Viele übernehmen auch Verantwortung in der ständigen Weiterentwicklung und Umsetzung von Jugendleitungskursen. Und junge Menschen leiten unsere Verbände organisatorisch und finanziell, vertreten sie nach außen und führen innovative politische Projekte durch. In all diesem Engagement erleben wir, dass wir Kinder und Jugendliche mit unserem Engagement regelmäßig positiv überraschen. Ihr oftmals vorhandenes Bild einer „alten und langweiligen“ Kirche wird durch Beteiligung in unseren Verbänden bunt und spannend. Über die Möglichkeiten des scheinbar unbegrenzten Lernraums, den Jugendarbeit bietet, erreichen wir voller Freude, dass Kinder, Jugendliche und junge Menschen einen engen und attraktiven Zugang zur Kirche bekommen. Dadurch verstehen sie Kirche als Teil ihres Lebens, gestalten Kirche aktiv mit und wenden sich mit steigendem Alter nicht von ihr ab.

Ehrenamtliches Engagement in Zahlen auszudrücken ist nie vollständig möglich. Zwei Zahlen zeigen unseren Einsatz für und mit Kinder/n und Jugendlichen jedoch besonders auf: Mehr als 10.000 Bildungstage haben wir alleine im Jahr 2016 ortsübergreifend geleistet – die Bildungstage, die rein kommunal umgesetzt werden, vervielfachen diese Zahl noch deutlich. Und 12.659 Aktionsstunden für Vielfalt und Nächstenliebe haben wir im diesjährigen Projekt „Zukunftszeit“ gesammelt. Auch diese Zahlen zeigen aus unserer Sicht sehr klar, welchen Stellenwert unsere Arbeit für die Weiterentwicklung eines attraktiven Bistums hat.

Unser ehrenamtliches Engagement benötigt jedoch auch die Bereitstellung verlässlicher hauptberuflicher Unterstützung durch das Bistum. Hauptberufliche Referentinnen und Referenten bringen gemeinsam mit ehrenamtlich Verantwortlichen die pädagogische und jugendpolitische Arbeit voran, setzen in den Jugendleitungskursen einen pädagogischen Rahmen und entlasten Ehrenamtliche durch Übernahme organisatorischer Aufgaben. Der Bedarf dieser Unterstützung sollte dabei in partnerschaftlichem Dialog zwischen uns und dem Bistum entwickelt werden und unsere Arbeitsstrukturen sowie die qualitativen Ziele unserer Jugendarbeit berücksichtigen. Diese Berücksichtigung erfolgte schon in der Vergangenheit nicht ausreichend - die Bereitstellung hauptberuflicher Unterstützung durch das Bistum kochte vielmehr in den letzten Jahren auf Sparflamme. Trotz steigender Bildungs- und Aktionstätigkeit der Engagierten in unseren Verbänden wird es auch ab dem Jahr 2018 keine Verbesserung der hauptberuflichen Unterstützung durch das Bistum geben, eher im Gegenteil. Die Neugestaltung der Referentinnen- und Referenten-Stellen stellt unsere Verbandsstrukturen vor noch größere Herausforderungen und entspricht nicht dem genannten großen Engagement. Es entspricht insbesondere nicht unserer Vorstellung geeigneter Förderung von Jugendarbeit durch das Bistum, wenn die Bereitstellung personeller Mittel so gering ist, dass Referentinnen und Referenten parallel in mehreren Jugendverbänden arbeiten müssen. Unsere Stärke, verschiedene Zielgruppen von Kindern und Jugendlichen durch vielfältige Verbandsrichtungen zu erreichen - also für jedes Kind und jeden Jugendlichen ein attraktives Angebot für Engagement möglich zu machen – wird offenbar im Bistum nicht erkannt. Diese Stärke ist gleichzeitig aber auch wesentliche Grundlage unseres Selbstverständnisses und unserer Motivation. Ohne diese Stärke ist die Gefahr groß, dass auch ein wesentlicher Teil unserer Motivation, Kirche zu gestalten, erlischt. Zudem stehen die Ehrenamtlichen vor neuen Schwierigkeiten, da sie einen erhöhten Austausch miteinander benötigen, um die Aufgaben der hauptberuflichen Unterstützung untereinander aufzuteilen. Dadurch wird das Problem einer fehlenden ausreichenden Unterstützung nicht gelöst, sondern gestärkt.

Zudem ist es für das Bistum offenbar weiterhin selbstverständlich, Arbeitsverhältnisse für zwei Jahre zu befristen. In einer Zeit, in der gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unserem Bistum benötigt werden, ist das aus unserer Sicht der falsche Weg. Zum einen, da diese Form der Anstellung mangels Zukunftsaussichten und mangels Sicherheit einem würdevollen Arbeitsleben sowie der Motivation von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern entgegenstehen. Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter werden so nicht dazu animiert, in kirchlichen Strukturen zu arbeiten oder sich weiterzuentwickeln. Zudem erachten wir solche Arbeitsverhältnisse als unwirtschaftlich, da wir aufgrund der damit einhergehenden ständigen Personenwechsel wiederkehrend erhebliche Einarbeitungszeit ehrenamtlich investieren müssen.

Wir fordern Sie, sehr verehrter Weihbischof Schwerdtfeger, in Ihrer Hauptverantwortung innerhalb der Bistumsleitung daher dazu auf, die hauptberufliche Unterstützung für die Ehrenamtlichen in den Jugendverbänden so zu gestalten, dass ein verstärktes Engagement von Jugendlichen sowie die Aus- und Weiterbildung von Jugendleiterinnen und Jugendleitern auch möglich gemacht wird. Eine solche Unterstützung muss zumindest eine volle Stelle für jeden aktiven Jugendverband auf Diözesanebene umfassen.

Da wir in dieser Phase auch erkennen, dass unser Bistum deutlichere Signale und frische Ideen für die Gestaltung ihrer Zukunft braucht, halten wir es mit Papst Franziskus: Wir werden in den kommenden Jahren mit unserem Projekt #meinbistum2025 Kindern, Jugendlichen sowie allen Beteiligten in der Jugendarbeit einen Rahmen geben, in dem sie sich beim Bau einer jugendgerechten und zukunftsorientierten Kirchen noch besser beteiligen   und ihre Ideen, Vorstellungen und Visionen sowie ihre Lebensrealitäten einbringen können.
Wir freuen uns jetzt schon auf die spannenden Ergebnisse, die unser gemeinsames Bistum in eine hoffentlich gute und jugendgerechte Zukunft führen. Selbstverständlich werden wir diese Ergebnisse auch laufend in den Kirchenentwicklungsprozess einbringen.

Der Vorstand des BDKJ Diözesanverbands Hildesheim,
die Mitgliedsverbände des BDKJ Christliche Arbeiter Jugend (CAJ), Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG), Katholische junge Gemeinde (KjG), Kolpingjugend, Katholische Studierende Jugend (KSJ), Malteserjugend
sowie die Dekanatsverbände BDKJ Braunschweig, BDKJ Bremerhaven, BDKJ in Stadt und Region Hannover und BDKJ Nörten-Osterode.


#meinbistum2025: Für eine jugendliche und zukunftsorientierte Kirche!

Christlicher Glaube und Lebensweltbezug, Partizipation, Selbstorganisation und Demokratie, Freiwilligkeit und Ehrenamtlichkeit sind die gemeinsame Grundlage des Engagements in unseren Verbänden. Auf dieser Grundlage basiert unser Anteil an der Sendung der Kirche. Als Gemeinschaft von Gläubigen lassen wir durch unsere Verbände die Gegenwart Jesu Christi erfahrbar werden und bereichern damit die Gesamtheit der Kirche. Als Fundament unserer Arbeit sehen wir die 2015 vom BDKJ beschlossene Theologie der Verbände.

Wir sind hierbei der Überzeugung, dass Kinder und Jugendliche durch eine lebendige Jugendverbandslandschaft Kirche als einen Raum kennenlernen, in dem sie willkommen sind und in dem sich langfristiges Engagement auch lohnt. In diesem Sinne wollen wir die Kirchenentwicklung in unserem Bistum in den nächsten Jahren noch aktiver mitgestalten.

Konkret wollen wir:

  • Jugendverbände als attraktive und jugendgerechte Glaubensorte sichtbarer machen;
  • Jugendverbände als Orte des aktiven Lernens für junge Menschen noch stärker etablieren;
  • in der (lokalen) Kirchenentwicklung des Bistums Hildesheim aufzeigen, dass Jugendverbände Vorbilder für die Demokratisierung der Kirche und ihrer Einrichtungen sind;
  • für die Gleichberechtigung aller Menschen unabhängig ihrer sexuellen Orientierungen und Identitäten in der Kirche eintreten, so wie es in unseren Verbänden selbstverständlich vorgelebt wird;
  • uns für die Gleichberechtigung der Nationalitäten und Ethnien in ihrer Vielfalt sowie für den interreligiösen Dialog als wichtige Bestandteile der Kirche verstärkt einsetzen.


Um dies zu erreichen, setzen wir folgende Schritte:

  • Der BDKJ-Diözesanverband und seine Mitgliedsverbände arbeiten in der lokalen Kirchenentwicklung des Bistums noch stärker mit.
  • Der BDKJ-Diözesanvorstand nimmt die Interessenvertretung der Kinder und Jugendlichen gegenüber der Kirche noch stärker wahr, indem er sich um regelmäßige Austauschtreffen mit dem Bischof, Generalvikar bzw. bei Vakanz mit dem Diözesanadministrator bemüht sowie diese organisiert und bei kirchenpolitischen Entscheidungen die Stimme der Kinder und Jugendlichen aktiv einbringt.
  • Wir, die katholischen Jugendverbände starten die Initiative für das Projekt „#meinbistum2025“, in dem Kinder und Jugendliche aufzeigen, wie das Bistum im Jahr 2025 aus ihrer Sicht aussehen soll. Im Projektrahmen werden Kinder und Jugendliche sowie Leitungsgremien und Schulungsteams innerhalb der Mitglieds- und Dekanatsverbände ihre Vorstellungen für eine jugendliche und zukunftsorientierte Kirche einfach darstellen können. Die laufenden Ergebnisse werden durch den BDKJ regelmäßig in den Weiterentwicklungsprozess des Bistums sowie in die Entwicklung eines Jugendplans eingebracht.
  • Unsere Bildungsveranstaltungen, die für alle jungen Menschen offen sind, machen wir im Bistum stärker bekannt.
  • Mit dem Projekt „religiös.politisch.aktiv“ tragen wir einen wesentlichen Beitrag zum jungen interreligiösen Dialog im Bistum bei


Auf dieser Grundlage fordern wir die Bistumsleitung daher dazu auf:

  • die Meinung der Kinder und Jugendlichen ernst zu nehmen und den BDKJ in Form eines strukturierten Dialogs bei allen kirchenpolitischen Entscheidungen einzubeziehen;
  • unser Projekt „#meinbistum2025“ als Beitrag zur Weiterentwicklung des Bistums und seiner Kirchengemeinden zu unterstützen;
  • Räume und Infrastruktur für die Arbeit der Jugendverbände zur Verfügung zu stellen. Dazu gehört auch eine das Engagement würdigende Preisgestaltung der katholischen Jugendbildungsstätte Wohldenberg;
  • die hauptberufliche Unterstützung für die Ehrenamtlichen in den Jugendverbänden so zu gestalten, dass ein verstärktes Engagement von Jugendlichen sowie die Aus- und Weiterbildung von Jugendleiterinnen und Jugendleitern auch möglich gemacht wird. Eine solche Unterstützung muss zumindest eine volle Stelle für jeden aktiven Jugendverband auf Diözesanebene umfassen;
  • unsere Angebote und Projekte in ihren Kommunikationsorganen besser abzubilden und mehr zu berücksichtigen.


Außerdem fordern wir die Kirchengemeinden dazu auf, Jugendarbeit als wichtigen Faktor zu begreifen -  und zwar über die Firmvorbereitung und die Ministrant*innenarbeit hinaus.


Nein zu Hass und Fehlinformation – Ja zu einem menschenfreundlichen politischen Klima

Wir zeigen Hass und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in der politischen Diskussion entschieden die rote Karte! Für uns ist es inakzeptabel, dass in unseren täglichen Lebensumgebungen wie auf Straßen, in Lokalen, auf politischen Podiumsdiskussionen, aber auch in sozialen Medien wie Facebook, Menschen beschimpft, diskriminiert und bedroht werden, nur weil sie eine andere politische Meinung, ein anderes Geschlecht, eine andere Nationalität oder ein “anderes Aussehen” haben. Der gezielte Einsatz von Falschinformationen („Fake News“) zur Herabwürdigung von Menschen bzw. Menschengruppen und der damit einhergehende gezielte Aufbau von Vorurteilen ist dabei besonders verwerflich. Aus unserem christlichen Wertebild heraus müssen sich Menschen auf den Pfad des Miteinanders und der Wahrheit begeben und Meinungsvielfalt auf faire und menschenwürdige Weise austragen anstatt Menschen mit Hass und Ausgrenzung zu begegnen.

Wir, die Mitgliedsverbände des BDKJ und der BDKJ Diözesanverband, treten daher wie schon in unserem erfolgreichen Projekt „Zukunftszeit“ weiterhin allen menschenverachtenden Parolen, Handlungen und Parteien entschieden entgegen. Wir wollen daher Parteien mit rechtspopulistischen oder rechtsradikalen Zügen wie, z.B. der AfD, auf Veranstaltungen des BDKJ keinen Raum bieten.

Zudem wird der BDKJ-Diözesanvorstand dazu beauftragt, gemeinsam mit der Geschäftsstelle für die Verantwortungsträger*innen in den Mitglieds- und Dekanatsverbänden, einen Leitfaden zu entwickeln, der junge Menschen im Umgang mit Fake News und Hate Speech in politischen Diskussionen sprachfähiger macht.


BDKJ DiözesanvorstandInterreligiöse Aktion in der Innenstadt
Interreligiöse Aktion in der InnenstadtInterreligiöse Aktion in der Innenstadt
Interreligiöse Aktion in der InnenstadtInterreligiöse Aktion in der InnenstadtInterreligiöse Aktion in der Innenstadt

Stellungnahme zu den Landtagswahlen

Die Ergebnisse der Kommunalwahlen in Hessen und der drei Landtagswahlen des vergangenen Sonntags waren erschreckend, zugleich aber auch erwartbar. In einem Klima gesellschaftlicher Unsicherheit erreichen Parteien mit rechten Ideologien einen großen Teil der abgegebenen Stimmen, indem sie gezielt Ängste vor den “Anderen”, seien es Geflüchtete, Menschen muslimischer Religion oder andere Minderheiten, schüren. Parallel dazu häufen sich die Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte und tätliche Angriffe auf geflüchtete Menschen in der gesamten Republik. Eine starke Antwort der Zivilgesellschaft darf hier nicht ausbleiben.

Besonders erschreckend ist der Erfolg, den rechte Parteien bei Erstwähler_innen erzielen konnten. Deswegen werden wir als Jugendverband die Aufklärungsarbeit im Vorfeld der kommenden Kommunalwahlen in Niedersachsen intensivieren, damit sich Jugendliche und junge Erwachsene ein differenziertes Bild machen können. Politische Bildungsarbeit ist und bleibt für uns weiterhin das beste Gegenmittel gegen populistische Parolen und Vorurteile.

Wie kann diese Arbeit in der Praxis aussehen?

Zum Auftakt der Internationalen Wochen gegen Rassismus waren wir gemeinsam mit “IGMG Jugend Hannover” und “Nur Jugend e.V. Hannover” in der Fußgängerzone von Hannover unterwegs, um unsere gemeinsamen Projekte vorzustellen. Die Reaktionen von Passant_innen sprachen Bände: Die Zusammenarbeit von christlichen und muslimischen Jugendverbänden und Organisationen löst offensichtlich Verwirrung aus, weil sie noch nicht alltäglich ist.

Wir werden weiterhin gemeinsam mit unseren muslimischen Freund_innen an einer solidarischen Gesellschaft arbeiten und Rassismus und Islamophobie entschlossen entgegentreten - bis es selbstverständlich ist.

Wir werden uns ebenso gemeinsam weiterhin für eine Willkommenskultur in Niedersachsen einsetzen, und die Beschlüsse der Vollversammlung des Landesjungendringes Niedersachses “gleiche Lebensbedingungen und Chancen für alle Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen! Gegen Diskriminierung und Benachteiligung von Geflüchteten!” und “Jugendarbeit als wichtigen Baustein zur Integration junger Geflüchteter stärken” umsetzen und mit Leben füllen.

Die Mitglieder des Diözesanvorstandes des Bundes der katholischen Jugend im Bistum Hildesheim

Die Beschlüsse der Vollversammlung des ljr Niedersachsen im Volltext:

http://www.ljr.de/fileadmin/download/Beschluesse_VV2016.pdf


Ausbildung von Kursteamer*innen

Es wird eine einwöchige Schulung zur Ausbildung von Kursteamer*innen vom BDKJ Diözesanverband angeboten. Als Grundlage dienen die Konzepte von „Leiten lernen“ und „Train the Trainer“.

Die stattfindenden Inhalte werden vom BDKJ in Absprache mit den Bildungsreferent*innen der Mitglieds- und Dekanatsverbände festgelegt.

Diese Schulung findet erstmals im Jahr 2016 statt.


Gegen die Ausgrenzung auf Grund von sexueller Identität

Der Diözesanverband beschäftigt sich im kommenden Jahr mit den Themen „Geschlechtergerechtigkeit und sexuelle Vielfalt“. Dabei treten wir zunächst mit folgenden Forderungen an Politik, Gesellschaft und Kirche:

  • Eingetragene gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind mit den gleichen Rechten und Pflichten auszustatten wie Zivilehen.
  • Eine Form der Segnung für gleichgeschlechtliche Partnerschaften innerhalb der katholischen Kirche ist einzuführen.

Zusätzlich setzen wir uns für die Aufklärung und Unterstützung junger Menschen in den Themen der sexuellen Orientierung ein.


Flüchtlings- und Asylpolitik

Der Vorstand des BDKJ DV Hildesheim erarbeitet in Zusammenarbeit mit den Mitgliedsverbänden Vorschläge zu adäquaten und menschenwürdigen Lösungen für die Probleme im Zuge der aktuellen Flüchtlingskrise und vertritt diese gegenüber den Entscheidungsträger_innen in Bundes-, Landes-  und Kommunalpolitik. Hierzu zählt die Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements und die Prüfung der gesetzlichen Grundlagen auf Basis eines humanitären Menschenbildes.

Darüber hinaus bietet der BDKJ DV Hildesheim der Leitung des Bistums Hildesheim Unterstützung für die Organisation der Arbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen. Gleichzeitig setzen wir uns dafür ein, dass die Unterstützung von Geflüchteten im Bistum Hildesheim durch kirchliche Strukturen ausgebaut wird.

Ebenso beschließt der BDKJ DV Hildesheim, das Thema „Flüchtlings- und Asylpolitik“ mit Bildungsangeboten für Ehrenamtliche aufzugreifen und die inhaltlichen Ansätze zu diesem Thema in den Mitglieds- und Dekanatsverbänden zu fördern und zu vernetzen. Wir erachten es als unsere Pflicht Aufklärungsarbeit zu leisten, um Vorurteile und Klischees abzubauen, damit junge Menschen einen objektiven Zugang zu den Themen der Flüchtlings- und Asylpolitik erhalten können.

Es wird eine Plattform geschaffen über die Informationen und Materialien ausgetauscht werden können. Die Positionen des BDKJ DV Hildesheim werden auf der Bundesebene vertreten und eine Vernetzung zu dieser Thematik vorangetrieben.


Senkung Wahlalter 16 Jahre

Der BDKJ Diözesanverband Hildesheim und seine Mitgliedsverbände setzen sich für eine Herabsetzung des Mindestalters zur Wahlberechtigung für die Landtags- und Bundestagswahlen auf 16 Jahre ein.

Dazu sollen entsprechend politische (Weiter-)Bildungsmaßnahmen in unseren Verbänden und in Schulen angeboten und vorangetrieben werden.


Aussetzen des Diözesanausschusses

Der Diözesanausschuss wird bis zur Diözesanversammlung 2016 ausgesetzt.
Bis zu dieser Versammlung wird eine Satzungsänderung vorbereitet, welche eine endgültige Lösung für die geänderte Struktur der diözesanen Gremien beinhaltet.

Der Austausch mit den Vorständen der mittleren Ebenen und Mitgliedsverbänden erfolgt in diesem Zeitraum auf den Konferenzen der mittleren Ebenen und der Konferenz der Mitgliedsverbände.


Ressourcen für die katholischen Jugendverbände

Die folgende Stellungnahme wird vom BDKJ Vorstand aktiv verbreitet und ihr Inhalt wird bei Gesprächen mit diözesanen Entscheidungsträgern vorgebracht:

„Wir, als Delegierte der BDKJ Diözesanversammlung, beobachten in der letzten Zeit eine zunehmende Verknappung der verfügbaren Ressourcen für die Arbeit der katholischen Jugendverbände im Bistum Hildesheim. Am deutlichsten spüren wir diese Verknappung bei Fahrzeugen und Räumlichkeiten für Freizeiten und Schulungen auf unterschiedlichsten Ebenen. Pfarreien und Gemeinden verfügen nicht mehr über die Kapazitäten, die vor einigen Jahren vorhanden waren. Viele Fahrzeuge sind für längere Strecken ungeeignet, die aber in der Diaspora zu überbrücken sind. Wir haben Verständnis dafür, dass Pfarreien ihre Ressourcen erhalten möchten und daher eine Weitergabe der Fahrzeuge schwierig ist.
Wir denken, dass es für eine effektive Kinder- und Jugendarbeit notwendig ist, dass die Pfarrgemeinden vor Ort weiterhin mit Fahrzeugen, die langstreckentauglich sind, ausgestattet werden. Da dies die Pfarreien oft finanziell nicht leisten können, ist hier die Diözese gefragt.  
Weiterhin regen wir eine Öffnung des Fuhrparks und der Räumlichkeiten des bischöflichen Generalvikariats für ehrenamtliche Leitungen der Verbände an. Hier ist sicherzustellen, dass auch nach den Bürozeiten Zugangsmöglichkeiten zu Tagungsräumen bestehen. Darüber hinaus sollte die Ausrichtung und Ausstattung des Fuhrparks auch die Zwecke der Jugendarbeit berücksichtigen.
Außerdem bitten wir die Bistumsleitung, aktiv an die Pfarreien zu appellieren, der Jugendarbeit Räume und Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen, damit inhaltliche Arbeit lebendig bleibt.
Als Delegierte der BDKJ Diözesanversammlung sehen wir an dieser Stelle einen positiven Effekt für die Kooperation der Verbände mit der Amtskirche. Beide Seiten können stark von einer guten Zusammenarbeit profitieren und junge Menschen für die Arbeit in unserer Kirche begeistern.“


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