Prävention und Achtsamkeit sind wichtig.

Momen­tan umso mehr.

Wichtige Infos ab November 2020

Am 28. Okto­ber haben sich Bun­des- und Lan­des­po­li­tik auf einen wei­ter­ge­hen­den Beschluss zur Bekämp­fung der SARS-Cov2-Pan­de­mie ab Anfang Novem­ber geei­nigt. Die­ser Beschluss wird auch weit­ge­hen­de Fol­gen für die ver­band­li­che Kin­der- und Jugend­ar­beit der Ver­bän­de im Bis­tum Hil­des­heim (Bre­men und Nie­der­sach­sen) haben, die wir euch hier darstellen.

(Stand 02.11.20 8:30 Uhr)

Lie­be Lei­tun­gen und Vor­stän­de der Mit­glieds- und Dekanatsverbände,

auf die­ser Sei­te stel­len wir euch wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen zur Jugend­ar­beit im Umgang mit dem Coro­na-Virus vor.

In die­ser Zeit gilt es wie Minis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil rich­ti­ger­wei­se gesagt hat, gemein­sam Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men, um vor allem die gefähr­de­ten Grup­pen zu schüt­zen. Wir haben, so fin­den wir, einen gesell­schaft­li­chen und auch einen christ­li­chen Auftrag.

Information vom BDKJ Diözesanverband Hildesheim

Ent­spre­chend der Maß­nah­men und der Kom­mu­ni­ka­ti­on der Lan­des­re­gie­rung Nie­der­sach­sen und des Bis­tums Hil­des­heim bit­ten wir euch eure Ver­an­stal­tun­gen (Grup­pen­stun­den, Kur­se, Frei­zei­ten, Ver­samm­lun­gen, Sit­zun­gen, Aktio­nen) der katho­li­schen Jugend­ver­bän­de im Bis­tum Hil­des­heim (Bun­des­län­der Nie­der­sach­sen und Bre­men) vor­ran­gig mit digi­ta­len Hilfs­mit­teln durchzuführen.

Anfang Novem­ber trat eine neue Ver­si­on der nie­der­säch­si­schen All­ge­mein­ver­fü­gung in Kraft bei der es zu einem Teil-Lock­down gekom­men ist, den­noch sind eini­ge Din­ge in der Jugend­ver­bands­ar­beit der­zeit noch durchführbar.

Das Bis­tum Hil­des­heim über­nimmt die nie­der­säch­si­sche Ver­ord­nung für sei­nen Gel­tungs­be­reich seit Sep­tem­ber kom­plett. Den­noch sind die Orte der Kin­der- und Jugend­ar­beit vor Ort in den Pfar­rei­en und katho­li­schen Häu­sern. Daher gibt es unter­schied­lichs­te Umset­zun­gen bzw. Anwen­dun­gen der Hygie­neschutz­ver­ord­nun­gen. Eini­ge las­sen somit weni­ger zu und ande­re sind fle­xi­bler. Wir haben dar­auf kei­nen Ein­fluss, kön­nen euch dazu aber ger­ne bei Fra­gen und Pro­ble­men unterstützen.

(Stand 02.11.2020)

Neue Corona-Verordnung zum 02.11.2020

Lie­be Kolleg*innen, lie­be Freund*innen,
die Nie­der­säch­si­sche Lan­des­re­gie­rung hat eine neue Coro­na-Ver­ord­nung (.s. Link) ver­öf­fent­licht, mit der die Beschlüsse der Kon­fe­renz der Ministerpräsident*innen mit der Bun­des­re­gie­rung vom Mitt­woch umge­setzt wer­den.
Die wesent­li­chen Rege­lun­gen für den Bereich der Jugend­ar­beit möch­ten wir euch kurz dar­stel­len. Wir stel­len die Rege­lun­gen dabei zunächst unkom­men­tiert dar, um euch den Hand­lungs­spiel­raum auf­zu­zei­gen, den ihr für Akti­vi­tä­ten habt. Ihr könnt dies als Dis­kus­si­ons­grund­la­ge für die Aus­ge­stal­tung und den Umfang eurer Akti­vi­tä­ten nutzen:

Gruppengröße & Abstandsgebot

In der Öffent­lich­keit dürfen sich gene­rell nur Men­schen aus 2 Haus­hal­ten und maxi­mal 10 Per­so­nen tref­fen (§ 2 (2)).
Die Öff­nung von Ein­rich­tun­gen und die Durchführung von Ange­bo­ten der Jugend­ar­beit sind nach unse­rer Rechts­auf­fas­sung aber nach § 2 (2) wei­ter­hin mög­lich – die Ein­rich­tun­gen und Ange­bo­te wer­den nicht unter­sagt und kön­nen somit auf­recht­erhal­ten blei­ben, wenn ein ent­spre­chen­des Hygie­nekon­zept vor­liegt und die Kon­takt­nach­ver­fol­gung (Anwe­sen­heits­lis­ten!) gewähr­leis­tet ist. Auch gestat­tet die Ver­ord­nung wei­ter­hin den Ver­zicht auf den Min­dest­ab­stand bei Ange­bo­ten der Jugendarbeit.

Mund-Nase-Bedeckung
Die Ver­ord­nung sieht vor, dass grund­sätz­lich eine Mas­ke getra­gen wer­den muss, wenn der Min­dest­ab­stand von 1,5m nicht ein­ge­hal­ten wer­den kann. Aus­ge­nom­men hier­von sind zunächst wie­der­um Ange­bo­te der Jugend­ar­beit. Sofern ein Land­kreis eine Inzi­denz 1 von 35 bis 50 auf­weist, soll bei Maß­nah­men der Jugend­ar­beit im Frei­en eine Mund-Nase-Bede­ckung getra­gen wer­den. Wenn die Inzi­denz grö­ßer 50 ist, muss im Frei­en eine Mund-Nase-Bede­ckung getra­gen wer­den. Für geschlos­se­ne Räu­me gel­ten die­se Regeln nicht.
Veranstaltungen

Ver­an­stal­tun­gen mit sit­zen­dem Publi­kum (§ 7) sind auf 50 Per­so­nen begrenzt; aller­dings sind Ver­an­stal­tun­gen ver­bo­ten, die der Unter­hal­tung die­nen.
Ver­an­stal­tun­gen mit (zeit­wei­se) ste­hen­dem Publi­kum (§ 8) kön­nen mit maxi­mal 50 Per­so­nen nur nach Geneh­mi­gung durch das zustän­di­ge Gesund­heits­amt statt­fin­den, wenn ein ent­spre­chen­des Hygie­nekon­zept vor­liegt und die Ver­an­stal­tung nicht der Unter­hal­tung dient.

Vereinsaktivitäten
Ver­ei­ne, Initia­ti­ven und ande­re ehren­amt­li­che Zusammenschlüsse dürfen die durch Rechts­vor­schrif­ten vor­ge­schrie­be­nen Sit­zun­gen und Zusammenkünfte in geschlos­se­nen Räu­men durchführen (§ 9). Dies betrifft bei­spiels­wei­se Mit­glie­der­ver­samm­lun­gen oder Vor­stands­sit­zun­gen. Bei allen Akti­vi­tä­ten gilt dabei das Abstands­ge­bot und ggf. auch das Tra­gen einer Mund-Nase-Bedeckung.
Maßnahmen mit Übernachtung
Jede ein­zel­ne Per­son ist auf­ge­for­dert, Rei­sen und Ausflüge so weit wie mög­lich zu ver­mei­den (§ 1). Die Ver­ord­nung unter­sagt den Betreiber*innen von Beher­ber­gungs­stät­ten zudem Über­nach­tun­gen zu tou­ris­ti­schen Zwe­cken und gestat­tet nur Über­nach­tun­gen zu not­wen­di­gen Zwe­cken, wie zum Bei­spiel aus Anlass von Dienst­rei­sen (§ 10). Da die Not­wen­dig­keit der Durchführung einer Ver­an­stal­tung in die­ser Situa­ti­on kaum zu begründen sein dürfte, gehen wir davon aus, dass Maß­nah­men mit Über­nach­tung i.d.R. nicht gestat­tet sind bzw. Bil­dungs­stät­ten und Jugend­her­ber­gen eine Beher­ber­gung ver­wei­gern müssten.

Einschätzung und Kommentar

Ange­sichts der bis­he­ri­gen Ent­wick­lun­gen und der aktu­el­len Lage emp­feh­len wir drin­gend, abzu­wä­gen, wel­che der recht­lich zuläs­si­gen Spiel­räu­me genutzt wer­den und an wel­chen Stel­len es ver­hält­nis­mä­ßi­ger scheint, auf gege­be­ne Mög­lich­kei­ten zu ver­zich­ten – zum Schutz der Teil­neh­men­den, Tea­men­den und der wei­te­ren Kontaktpersonen.

Wir wis­sen um die hohe Bedeu­tung von Ange­bo­ten der Jugend­ar­beit für jun­ge Men­schen und der Mög­lich­keit, sich Frei­räu­me anzu­eig­nen, die­se in der Grup­pe zu gestal­ten und im Aus­tausch mit ande­ren zu ler­nen. Daher ist weder eine pau­scha­le Absa­ge aller Ange­bo­te noch die kon­se­quen­te Durchführung die­ser unter den gege­be­nen Frei­hei­ten sinn­voll. Viel­mehr müssen nun alle Trä­ger der Jugend­ar­beit abwä­gen, wel­che Ange­bo­te ver­ant­wor­tungs­voll durchführbar sind und wel­che Risi­ken damit für die Teil­neh­men­den sowie für die Gesell­schaft entstehen.

Wir hal­ten es für wich­tig, dass jun­ge Men­schen auch in schwie­ri­gen Zei­ten eine kon­struk­ti­ve Mög­lich­keit der Frei­zeit­ge­stal­tung und einen außer­schu­li­schen Raum mit Freund*innen haben.

Die bis­he­ri­gen Erfah­run­gen zei­gen, dass Jugend­grup­pen sehr ver­ant­wor­tungs­be­wusst han­deln und dabei meist gute Ent­schei­dun­gen für sich und ande­re tref­fen.
Ganz kon­kret wei­sen wir auf die Inkon­sis­tenz der Rege­lung zum Tra­gen einer Mund-Nase- Bede­ckung (§ 3) in Land­krei­sen mit Inzi­den­zen grö­ßer 35 hin. So ergibt es wenig Sinn, im Frei­en eine Mund-Nase-Bede­ckung tra­gen zu sol­len, in geschlos­se­nen Räu­men jedoch nicht. Wir emp­feh­len daher drin­gend, auch in geschlos­se­nen Räu­men dau­er­haft Mund-Nase-Bede­ckung zu tra­gen – und dies mög­lichst nicht nur in den Land­krei­sen mit beson­ders hohen Fallzahlen.

Alle neu­en Rege­lun­gen wur­den in die gemein­sa­men Emp­feh­lun­gen für ein Hygie­nekon­zept ein­ge­ar­bei­tet und ste­hen unter ljr.de/corona zum Down­load bereit.

Und noch eine Bit­te: wo ihr ande­ren hel­fen könnt – auch pri­vat – helft, aber nicht ohne euch ent­spre­chend zu schützen.

Für Rück­fra­gen ste­hen wir natür­lich jeder­zeit zur Verfügung.

Passt auf euch auf, alles Gute und herz­li­che Grü­ße euer BDKJ-Diö­ze­san­vor­stand und die Mit­ar­bei­ter der Diözesanstelle

Ideen verwirklichen

Projekte im Rahmen der Corona-Krise umsetzen

Für Maß­nah­men zur Erhö­hung der Hand­lungs­op­tio­nen der Akti­ven in der Jugend­ar­beit ist es kurz­fris­tig gelun­gen Son­der­an­trags­fris­ten für Pro­jek­te zum Umgang mit der gegen­wär­ti­gen Situa­ti­on rund um das Coro­na­vi­rus vor­zu­hal­ten.
Ab 24.03.2020 wird es wöchent­lich – ab 30.03. ist der jewei­li­ge Mon­tag die gel­ten­de Frist – mög­lich sein, Anträ­ge für Pro­jek­te ein­zu­rei­chen, die Maß­nah­men zur akti­ven Gestal­tung der Situa­ti­on beinhalten.

Der frü­hes­te Start­ter­min die­ser Pro­jek­te ist dann jeweils eine Woche nach Aus­lau­fen der Antrags­frist – erst­ma­lig also der 31.03.2020. Berech­tigt für die Son­der­an­trags­fris­ten sind dabei „nur“ Akti­vi­tä­ten, die einen unmit­tel­ba­ren Bezug zur Situa­ti­on auf­wei­sen – für alle ande­ren Ideen lau­fen die regu­lä­ren monat­li­chen Fris­ten des För­der­pro­gramms wei­ter. För­der­fä­hig im Rah­men der Son­der­fris­ten sind also bspw. (neue) digi­ta­le For­ma­te, die eure Hand­lungs­fä­hig­keit als Jugend­grup­pe, ‑ver­band oder ‑ein­rich­tung ermög­li­chen oder auch eine ent­spre­chen­de Wei­ter­ent­wick­lung bestehen­der Struk­tu­ren und Ange­bo­te. Eurer Krea­ti­vi­tät sind hier aber kei­ne Gren­zen gesetzt, sofern es den genann­ten Bezug gibt. Wir freu­en uns schon auf eure enga­gier­ten und krea­ti­ven Ideen!

Im Ein­zel­fall steht euch selbst­ver­ständ­lich auch die Pro­gramm­stel­le des För­der­pro­gramms bei Fra­gen, sons­ti­gen Klä­rungs­be­dar­fen oder zur Unter­stüt­zung zur Ver­fü­gung. Die Refe­rent-inn-en des För­der­pro­gramms sind in der aktu­el­len Situa­ti­on sowohl per Mail als auch via Sky­pe wie folgt im Home­of­fice erreich­bar:
·       Wencke Brey­er: breyer@generationhochdrei.de
·       Anika Mühl­bach: muehlbach@generationhochdrei.de
·       Phil­ipp Kluck: kluck@generationhochdrei.de

Dar­über hin­aus fin­det ihr auf www.ljr.de/ansprechpersonen wei­te­re Kon­takt­mög­lich­kei­ten mit der Pro­gramm­stel­le. Nähe­re Infor­ma­tio­nen zum wei­te­ren Umgang des För­der­pro­gramms mit der aktu­el­len Situa­ti­on fin­den sich auch unter www.generationhochdrei.de.

In der Krise eine Chance sehen